Die beste private Haftpflichtversicherung erfüllt die individuellen Anforderungen perfekt. Jeder Anbieter hat so seine ganz eigenen Vorstellungen davon, wie teuer die Versicherung sein darf und welche Schäden bis zu welcher Höhe übernommen werden. Ein direkter Vergleich ist also schwierig – aber bereits einige wenige Basis-Facts sowie ein praktikabler Vergleichsrechner bringen Licht in die komplexe Materie.

Beste private Haftpflichtversicherung: Der große Vergleich

Am einfachsten lässt sich die beste private Haftpflichtversicherungen für die jeweilige Lebenssituation finden wenn man einen Rechner verwendet. Es kann so mit einbezogen werden ob man eine Familie hat oder Single ist und noch viele weitere Dinge spielen bei der Wahl des Anbieters eine Rolle. Nutzen Sie den nachfolgenden Rechner um die besten Tarife zu vergleichen:



Beste private Haftpflichtversicherung finden: Worauf achten?

Beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung kommt es nicht alleine auf die Höhe der Versicherungsprämie oder den Jahresbeitrag an. Mindestens ebenso wichtig ist, ob und inwieweit die nachfolgenden Punkte im Vertrag berücksichtigt werden.

  • Abdeckung aller für den Versicherten wichtigen Risiken.
  • Ausreichende Deckungshöhen in allen für den Versicherer relevanten Schadensarten.
  • Mind. 10 Millionen Euro Deckung pauschal für Personen- und Sachschäden.
  • Mind. 10 Millionen Euro Deckung pauschal für Allmählichkeitsschäden.
  • Mind. 10 Millionen Euro Deckung pauschal für Schäden an Ferienimmobilien.
  • Es wird nur das versichert, was benötigt wird (ein unnötiger oder doppelter Versicherungsschutz kostet nur Geld und bringt Nichts).
  • Schäden an gemieteten, geliehenen oder geleasten Dingen sowie Gefälligkeitsschäden sind mitversichert.
  • Von den Kindern des Versicherten verursachte Schäden sind bis mind. 20.000 Euro versichert.

private Haftpflichtversicherung Vergleich (1)

Was ist eine Haftpflichtversicherung?

Wenn es eine Versicherung gibt, die Jeder haben sollte, dann ist es eine private Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt für ihren Besitzer die Kosten von Schäden, die er schuldhaft fahrlässig (aber nicht vorsätzlich!) anderen Personen,  oder deren Sachen respektive Vermögenswerten zugefügt hat.

Ein häufig vorkommender Haftpflichtschaden ist beispielsweise der verschüttete Rotwein auf dem teuren Teppich des Nachbarn. Darüber hinaus prüft die Haftpflichtversicherung, ob die Ansprüche eines Geschädigten gegenüber ihrem Versicherten auch berechtigt sind. Gegebenenfalls geht sie juristisch dagegen vor.

Was ist alles mitversichert?

Der Versicherungsschutz greift grundsätzlich nur bei Schäden samt etwaiger Folgeschäden, die der Versicherte fahrlässig oder grob fahrlässig verschuldet hat. Wer also beispielsweise mit voller Absicht eine Fensterscheibe einschlägt, muss diese aus eigener Tasche zahlen.

Auch gilt die private Haftpflicht nur für Schäden, die privat – also nicht berufsbedingt  – verursacht wurden. Daher heißt sie auch „private“ Haftpflicht. Sie kommt zudem nicht für Schäden auf, die der Versicherte mit einem KFZ verursacht hat. Von diesen Ausnahmen abgesehen ist der private Haftpflichtversicherungsschutz jedoch sehr umfassend und lässt sich grob in vier Kategorien einteilen:

  • Personenschäden (fahrlässiges Verletzen eine Person)
  • Sachschäden (fahrlässiges Beschädigen fremden Eigentums)
  • Mietsachschäden (fahrlässiges Beschädigen der Mietwohnung)
  • Vermögensschäden (fahrlässige finanzielle Schädigung Dritter)

Haftpflichtversicherung mit Selbstbeteiligung: Vorteile & Nachteile?

Je höher der Selbstbehalt, desto niedriger ist auch die Versicherungsprämie. Denn unter Selbstbehalt versteht man den prozentualen oder absoluten finanziellen Eigenanteil, den der Versicherte im Schadensfall aus eigener Tasche zu bezahlen hat.

Der Entscheid für oder gegen eine bestimmte Versicherungspolice ist daher immer eine Frage des eigenen Geldbeutels sowie des Zutrauens in die eigene Fähigkeit der Schadensvermeidung. Aber abgesehen davon sollten einige zusätzliche Aspekte beachtet werden, bevor man sich für oder gegen einen Selbstbehalt oder auch über dessen Höhe entscheidet.

Vorteile

  • Die Versicherungsprämie ist niedriger.
  • Man geht sorgsamer mit den anvertrauten Dingen um und verursacht dadurch weniger Bagatellschäden.
  • Selbst bei vielen gemeldeten Versicherungsfällen erfolgt nur sehr selten eine Vertragskündigung durch den Versicherer.

Nachteile

  • Die mit Abstand meisten Schäden sind nur Kleinschäden. Diese müssen vom Versicherten vollständig selber bezahlen werden.
  • Der nachträgliche Wechsel zu einem Tarif ohne Selbstbehalt kann sich als schwierig erweisen.
  • Die Beitragsersparnis entspricht nicht immer der Höhe des Selbstbehalts.
  • Bei häufigen Bagatellschäden kommt eine Versicherung ohne Selbstbehalt günstiger.
  • Eine Haftpflichtversicherung ist steuerlich absetzbar, entsprechend geringer fällt also die Steuerersparnis aus.

Kombinierte Hausrat und Haftpflichtversicherung sinnvoll?

Etwa 85 Prozent aller deutschen Haushalte sind Haftpflicht versichert. Darüber hinaus besitzt etwa jeder zweite deutsche Haushalt eine Hausratversicherung, oftmals in Form einer kombinierten Hausrat- und Haftpflichtversicherung. Dies ist sinnvoller als es sich zunächst anhört: während die Haftpflichtversicherung den Versicherten gegen Schäden versichert, die dieser selbst Anderen zugefügt hat, übernimmt eine Hausratversicherung die Kosten, wenn der Hausrat des Versicherten durch Dritte beschädigt oder gestohlen wurde. Daher gilt:

Eine kombinierte Hausrat- und Haftpflichtversicherung ist umso sinnvoller, je höherwertiger der Hausrat des Versicherungsnehmers ist und je größer die Gefahr ist, dass dieser gestohlen oder durch Dritte beschädigt wird.

Haftpflichtversicherung Vergleich der Stiftung Warentest (1)

Hausrat sind alle Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände des Versicherten wie beispielsweise dessen Möbel oder Elektrogeräte, aber auch seine Sammlung exquisiter Weine. Versichert ist der besagte Hausrat gegen Schadenseinwirkungen durch:

  • Unachtsame Dritte, die keine Haftpflichtversicherung besitzen
  • Einbruch & Diebstahl
  • Feuer (z. B. Wohnungsbrand)
  • Wasser (z.B. ein geplatztes Wasserrohr)
  • (je nach Vertrag auch) Elementarschäden wie Hagel, Schnee, Sturm oder Hochwasser

Die Kostenübernahme einiger dieser Schadensarten kann oft auch durch die  Haftpflichtversicherung erfolgen. Letztere übernimmt aber stets nur den  jeweiligen Zeitwert, und der ist beispielsweise bei einem älteren Smartphone verschwindend gering. Eine Hausratversicherung dagegen zahlt grundsätzlich den zumeist deutlich höheren Wiederbeschaffungswert.

Viele Versicherungen gewähren auch Rabatte beim Abschluss eines kombinierten Hausrats- und Haftpflichtversicherungsvertrags. Dennoch fährt man finanziell meistens günstiger, wenn man sich für zwei separate Verträge – eventuell  auch von zwei verschiedenen Versicherern – entscheidet. Zudem hat dies den zusätzlichen Vorteil, dass man sich zwei maßgeschneiderte Verträge heraussuchen kann. Dabei gilt es zu beachten:

  • Die Verträge sollten den eigenen Ansprüchen vollständig entsprechen.
  • Die Verträge sollten keinen unnötigen und nur Kosten-treibenden Schadensschutz gewähren.

Verschiedene Arten der Haftpflichtversicherung

Private Haftpflichtversicherung: Eine private Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten für die Schäden, welche der Versicherte einer anderen Person fahrlässig zugefügt hat. Dieser Versicherungsschutz gilt sowohl für Personenschäden als für Sach- und finanzielle Schäden.

KFZ Haftpflichtversicherung: Diese Versicherung ist in Deutschland für jedes Fahrzeug, das eine Straßenzulassung benötigt obligatorisch. Sie haftet für alle Personen – und Objektschäden, welche der Versicherte mit seinem Fahrzeug fahrlässig verursacht.

Hundehalter-Haftpflicht: Hunde beißen manchmal Postzusteller, verwüsten fremde Gärten oder laufen vor Fahrzeuge. Besitzt der Hundebesitzer diese Versicherung, dann tritt sie für all solche Schäden ein, welche der Hund verursacht.

Vermieter: Für den finanziellen Rundum-Schutz seines Wohneigentums benötigt ein Vermieter genau drei Versicherungen:

  • Eine Haus- und Grundbesitzer Haftpflichtversicherung,
  • eine Mietausfallversicherung,
  • eine Wohngebäude-Versicherung (mit Elementarschadensschutz).

Mieter: Eine private Haftpflicht schützt Mieter vor der Kostenübernahme bei Schäden, die er an seiner Mietwohnung verursacht hat. Aber Vorsicht, nicht alle Haftpflichtversicherungen besitzen einen inkludierten Mietsachschadensschutz. Eine Rechtschutzversicherung kann sich ebenfalls für Mieter als nützlich erweisen. Sie hilft bei juristischen Problemen, die man mit dem Vermieter hat.

Von Steuer absetzen möglich?

Ja! Die private Haftpflichtversicherung wird vom Finanzamt als abzugsfähiger Vorsorgeaufwand anerkannt. Aufgrund ihres Vorsorge-Aspekts sind übrigens auch viele andere Haftpflichtversicherungsarten wie etwa eine Grundbesitzer-Haftpflicht oder eine Tierhalter-Haftpflicht abzugsfähig.

Ist eine private Haftpflicht sinnvoll?

Ja. Wenn überhaupt eine Versicherung sinnvoll ist, dann diese. Denn Jedem kann es jederzeit passieren, dass er versehentlich fremdes Eigentum beschädigt oder gar einen Personenschaden verursacht. Ohne private Haftpflicht kann dies den finanziellen Ruin bedeuten – etwa wenn der Geschädigte auf dauerhafte Pflege angewiesen sein sollte.

Bekannte Versicherungsgesellschaften: Allianz, Huk Coburg, AXA & mehr

Allianz: Mit jährlich über 130 Milliarden Euro weltweitem Umsatz und rund 140.000 Mitarbeitern ist die Allianz ein Global Player unter den Versicherungskonzernen. Egal ob für internationale Großunternehmen oder für kleine Privatpersonen, der in Berlin ansässige Versicherungskonzern bietet für jede Zielgruppe die passende Versicherungslösung – dazu gehören natürlich auch private Haftpflichtversicherungen mit oder ohne Selbstbehalt.

Huk Coburg: Der im bayerischen Coburg beheimatete grundsolide Versicherer startete in den 1930er Jahren zunächst als Haftpflicht-Versicherer für den Öffentlichen Dienst. Inzwischen bietet „die HUK“ ihre Haftpflicht allen Privatpersonen an. Zudem hat die Huk ihr Portfolio deutlich erweitert, beispielsweise um KFZ-, Rechtsschutz- und Lebensversicherungen.

Axa: Das französische Unternehmen ist einer der weltweit größten Versicherer. Weitere Hauptgeschäftsfelder sind gemäß eigener Aussage Vorsorge und Vermögensmanagement. In Deutschland tritt die im hessischen Dreieich ansässige Axa als Direktversicherer auf. Zunächst nannte sie sich hier Axa Direkt, dann Axa Telly Direkt, inzwischen nennt sie sich Sicher Direct.

DEVK: Das Kürzel steht für Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein. Aus heutiger Sicht wäre allerdings diese Bezeichnung etwas irreführend. Denn mittlerweile gibt es eine Reihe von DEVK-Tochterunternehmen. Deren Name steht jeweils für ihre Hauptgeschäftstätigkeit. So etwa bei der DEVK-Rechtschutz oder bei der DEVK Pensionsfonds-AG. Private Haftpflichtversicherungen dagegen sind Angelegenheit der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG.

WGV: Die WGV (Württembergische Gemeindeversicherung) ist eigentlich eine Holding, unter deren Dach sich mehrere eigenständige Versicherungen versammelt haben. Hauptsächlich kümmert sich der Spezialversicherer um kommunale, soziale und kirchliche Einrichtungen. Für die Versicherung von Privatpersonen ist die ebenfalls eigenständige WGV-Versicherung AG zuständig. Diese bietet unter Anderem private Haftpflichtversicherungen an.

Debeka: Debeka steht für Deutsche Beamtenversicherung. Der traditionsreiche, deutsche Versicherer wurde bereits 1905 als kleine Krankenunterstützungskasse gegründet. Inzwischen ist die Debeka zur Unternehmensgruppe angewachsen, die in Deutschland 26 Landesgeschäftsstellen sowie rund 280 Filialen betreibt. Dort kümmert man sich vor Allem um Versicherungen und Bausparkassen.

Hinweise zu bestimmten Tarifen: Familientarif, Single-Tarif, Partner-Tarif & mehr

FamilientarifSingle-TarifPartner-TarifSenioren im PflegeheimStudentenMieter

Familientarife: Beim Familientarif sind alle Familienmitglieder, mit denen der Versicherte einen gemeinsamen Haushalt bestreitet automatisch mitversichert. Der Familientarif umfasst folglich:

  • Den Versicherungsnehmer selbst
  • Dessen Lebenspartner (gilt in der Regel und auf Antrag auch für unverheiratete Paare)
  • Dessen leibliche und Adoptivkinder (mindestens so lange sich diese noch in der Ausbildung befinden)

Die allermeisten privaten Haftpflichtversicherungen sind Familienversicherungen, auch wenn dies nicht explizit genannt wird.

Single-Tarife: Eine besonders günstige Haftpflichtversicherung, die nur für den Versicherungsnehmer selbst gilt, also nicht für dessen Angehörige.

Partner-Tarife: Bei diesem Tarif ist der Partner des Versicherten – und nur der – automatisch mitversichert. Besagten Partner-Tarif können sogar Paare bekommen, die nicht zusammen wohnen. In einem solchen Fall müssen beide Personen auf dem Versicherungsschein eingetragen werden.

Senioren im Pflegeheim: Kleinere Sachbeschädigungen kommen bei Senioren relativ häufig vor. Für sie empfiehlt sich daher eine private Haftpflicht ohne Selbstbehalt. In vielen Seniorenheimen zählt eine kollektive Haftpflichtversicherung jedoch ohnehin zum obligaten Bestandteil der Heimkosten. In solchen Fällen sollte eine eventuell bereits bestehende Haftpflichtversicherung natürlich aus Ersparnisgründen gekündigt werden.

Studenten: Hier ist die Situation etwas komplizierter. Viele Versicherer bieten besonders preisgünstige Studententarife ab etwa 50 Euro Jahresprämie an. Studierende können zwar theoretisch auch über eine Familienhaftpflichtversicherung mitversichert werden, dies aber je nach Versicherer nur unter bestimmten Bedingungen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Die Studierenden wohnen zusammen mit dem versicherten Elternteil im gleichen Haushalt
  • Es handelt sich um ein direkt nach dem Schulabschluss begonnenes Erststudium
  • Der Studierende ist maximal 25 Jahre alt
  • Nur bis maximal ein Jahr nach Studienabschluss
  • Auslandsaufenthalte sind oftmals vom Familientarif ausgenommen

Ob eine oder mehrere dieser Vorbedingungen erfüllt werden muss, damit der Studierende im Familientarif mitversichert ist hängt also vom jeweiligen Versicherer ab. Gegebenenfalls sollte man sich bei seinem (potenziellen) Versicherer genauestens danach erkundigen.

Mieter: Beschädigt ein Mieter die ihm anvertraute Wohnung oder – bei möblierten Wohnungen – Teile des Inventars, kommt eine Haftpflichtversicherung für diese Schäden auf. Zu den sehr häufig vorkommenden Schäden, die von Mietern verursacht, vom Vermieter reklamiert und von der Haftpflicht anstandslos bezahlt werden sind gehören

  • Zerkratztes Parkett
  • (zumeist von Kindern) bemalte Türen, Tapeten und Wände
  • Glasbruch
  • Schäden am zur Verfügung gestellten Interieur (z.B. Schränke, Teppich)
  • Schäden an zur Verfügung gestellten Gebrauchsgegenständen (z.B. Herd, Kühlschrank)
  • Schäden im Sanitär-Bereich (z.B. Spiegel, Duschkopf, Wandfliesen)

Private Haftpflichtversicherung Test von bekannten Organisationen

Wir gehen nun auf Tests von bekannten Verbraucherzeitschriften und Verbraucherorganisationen ein. Teilweise können wir aus rechtlichen Gründen die Testsieger nicht nennen da diese nur Gebührenpflichtig vom Zeitschriftenverlag veröffentlicht werden.

Stiftung Warentest & Finanztest

Laut Stiftung Warentest ist eine private Haftpflichtversicherung ein Muss für jeden Haushalt und die wichtigste private Versicherung überhaupt. Bereits ab etwa 60 Euro Jahresprämie gibt es laut Stiftung Warentest gute Haftpflichtversicherungen, die einen optimalen Versicherungsschutz für die ganze Familie bieten.

Ein Selbstbehalt lohnt sich nach Angaben der Tester nur im Ausnahmefall, etwa wenn der Versicherte eine besonders umfangreichen Versicherungsschutz benötigt und gerne einen Rabatt auf den dafür fälligen, höheren Jahresbeitrag hätte.

stiftung warentest

Die Stiftung Warentest nimmt private Haftpflichtversicherungen regelmäßig unter die Lupe.  In der Oktober 2019-Ausgabe ihres Ablegers Finanztest unterzogen sie über 60 private Haftpflichtversicherungen einem umfangreichen Test.

Dabei zeigte sich auch, dass guter Schutz nicht teuer sein muss: die für Singles geeignete WGV Optimal Haftpflichtversicherung erhielt die Note Sehr gut und kostet gerade mal 65 Euro jährlich.  Das Thema private Haftpflicht ist der Stiftung Warentest so wichtig, dass sie auf ihrer Website sogar einen interaktiven Schnellcheck sowie einen Tarif-Vergleichsrechner betreiben –  beide sind allerdings kostenpflichtig.

ÖKO-TEST

Auch Öko-Test ist der Ansicht, dass eine private Haftpflichtversicherung für jeden Haushalt unverzichtbar ist. Viele Anbieter privater Haftpflichtversicherungen werben damit, dass kein anderer Versicherer höhere Leistungen bietet als sie selber.

Dies bedeutet, dass der Vertrag automatisch die besten Bedingungen der anderen Versicherungen übernimmt. Dies gilt etwa für den Leistungsumfang, die Selbstbeteiligung oder die Entschädigungsgrenzen. Viele dieser Anbieter denken sich für dieses vollmundige Versprechen einen eigenen und nicht selten etwas blumigen Begriff aus. Dazu gehören beispielsweise:

  • Höchstleistungsgarantie
  • Best-Bedingungs-Zusage
  • bedarfsgerechte Leistungsgarantie
  • Besser gibt es nicht
  • Leistungsgarantie

Anfang 2017 unterzog Öko-Test insgesamt 24 Versicherungsanbieter, die mit genau diesem Versprechen warben einem umfangreichen Test. Dabei stellte sich heraus, dass nur die Haftpflichtkasse Darmstadt besagtes Versprechen halten konnte.

Bei allen anderen getesteten Haftpflichtversicherungen, die mit einer Höchstleistungsgarantie warben war dies letztlich nicht der Fall. Daher wurde die Haftpflichtkasse Darmstadt auch zum alleinigen Testsieger gekürt. Auf den Plätzen folgten die VHV, die Hannoversche sowie die Swiss Life Partner.

Ökotest

Testergebnisse von Focus Money & Handesblatt

Wie auch im Vorjahr kürte Focus Money Ende 2016 nach einem umfangreichen Vergleichstest den aus ihrer Sicht fairsten Versicherer. Entscheidendes Kriterium für die Bewertung der 30 teilnehmenden Versicherungsunternehmen war, wie fair sich diese gegenüber ihren Kunden verhalten.

In der Gesamtbetrachtung haben sowohl die Fairness, als auch das Leistungsniveau der Versicherungsunternehmen zugenommen, denn in allen fünf getesteten Teilkategorien schnitten sie besser ab als im Vorjahr.

Spitzenreiter waren diese neun Anbieter, die von Focus Money ausnahmslos die Note sehr gut erhielten:

  • AachenMünchner
  • Allianz
  • CosmosDirekt
  • Die Continentale
  • Huk-Coburg
  • LVM
  • WGV
  • Württembergische
  • Zürich Versicherung

Diese Acht bekamen die Note gut und wurden damit vom Focus ebenfalls als überdurchschnittlich eingestuft:

  •  Axa
  • Haftpflichtkasse Darmstadt
  • DEVK
  • Gothaer
  • HUK 24
  • Provincial NordWest
  • R + V
  • VHV

Hilfreiche Info: Beschwerdestatistik bei der BaFin

Bei der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) erhalten Interessenten umfangreiche Informationen rund um die Haftpflichtversicherung. Vor Allem können sich unzufriedene Versicherungskunden bei der BaFin beschweren.

Die Bundesanstalt gibt auf ihrer Site auch Tipps, wie man sich richtig beschwert und führt über alle eingegangenen Beschwerden Statistiken. Diese werden von der BaFin mit einer gewissen Zeitverzögerung regelmäßig veröffentlicht. Im Jahr 2018 gingen dort insgesamt 355 Beschwerden über Haftpflichtversicherungen ein.

Das waren zwar etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr, aber immer noch verschwindend wenig, wenn man bedenkt, dass es deutschlandweit rund 41 Millionen Haftpflichtverträge gibt. In der nach einzelnen Versicherungsarten sortierten Beschwerdestatistik belegen die Haftpflichtversicherungen damit einen soliden Mittelplatz.


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