Wissenswertes über den Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung Vergleich. So in etwa könnte der Spezialversicherungstest heißen, den das Verbrauchermagazin Finanztest im letzten Mai veröffentlichte. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis daraus lautet, dass hier teure Policen bis zu vier mal teurer sein können als günstige und die dafür gebotenen Leistungen und Erstattungsbeträge erheblich differieren. Wer sich also gleichermaßen für seine Zahngesundheit wie auch für eine Zahnzusatzversicherung interessiert und den nachfolgenden Beitrag gelesen hat, der weiß Bescheid, worauf es bei diesem Versicherungstyp ankommt.


Unser eigener Vergleichsrechner für die beste Zahnzusatzversicherung

Testsieger des Zahnzusatzversicherung Vergleich der Stiftung Warentest

Testsieger im Verbrauchermagazin Finanztest wurden gleich vier Tarife, die Alle ohne Wartezeiten auskommen und jeweils die gleiche Bestnote „Sehr Gut“ erhielten. So zum Beispiel der Tarif „Zahn Prestige“ des Versicherers „Die Bayerische“. Diese Zahnzusatzversicherung übernimmt sämtliche Kosten für Zahnersatz und Zahnbehandlung  sowie im begrenzten Umfang auch für Kieferorthopädie und Zahnreinigung – und das für derzeit 18,60 Euro pro Monat.

  • Bayerische mit dem Tarif „Zahn Prestige“
  • BaDFV mit dem Tarif „DFV-Zahnschutz Exklusiv 100“
  • HanseMerkur mit dem Tarif „EZL“
  • Ottonova mit dem Tarif „Zahn 100“

Mehr als nur eine Zahnzusatzversicherung der Stiftung Warentest enthielt übrigens zusätzliche Leistungen, die nichts mit den Zähnen zu tun hatten. Diese wurden von den Testern benannt, wertungsrelevant waren sie jedoch nicht. Ausschlaggebend für das Gesamturteil waren stattdessen nur die gebotenen Zahnleistungen.

Günstige & gute Anbieter: Es gibt günstigste und zugleich empfehlenswerte Tarife bereits für deutlich unter zehn Euro pro Monat. Das heißt, es gibt sie für Heranwachsende, denn je jünger der Versicherte, desto günstiger der Tarif. Altersanpassungen sind die Regel bei diesem Versicherungstyp, folglich steigt die Jahresprämie bei Allen mit zunehmendem Alter.

TIPP: Wir empfehlen den kompletten Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung Test zu kaufen damit man auch alle Bewertungen der anderen Anbieter und die Testergebnisse der Unterkategorien ansehen kann. Der Zahnzusatzversicherung Vergleich der Stiftung Warentest findet sich in der Finanztest Ausgabe 5/2019 sowie als 1,50 Euro teurer Download auf der Webseite der Stiftung Warentest: LINK

Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung test
Der Zahnzusatzversicherung Vergleich der Stiftung Warentest erschien in der Zeitschrift Finanztest.

Anbieter im Test: Allianz, Gothaer, Ergo & mehr

Laut Finanztest untersuchte ihr Artikel Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung sämtliche in Deutschland angebotenen Zahnzusatzversicherungstarife, dies mit Stichtag zum 1. April 2019. Es handelt sich also zugleich um einen Test und eine Marktübersicht.  Offenbar sind Zahnzusatzversicherungen bei Kunden und Anbietern gleichermaßen populär, denn praktisch alle in Deutschland tätigen, namhaften Versicherer bieten zumindest einen dieser Tarife an, wie auch die nachfolgenden, auszugsweise Testteilnehmerliste zeigt.

Diese Anbieter waren im Zahnzusatzversicherungen Test der Stiftung Warentest unter anderem mit dabei:

  • Allianz
  • CosmosDirekt
  • DKV
  • Gothaer
  • Signal Iduna
  • Bayerische
  • Ergo
  • Debeka
  • HUK-Coburg
  • HanseMerkur

Kostenloser PDF Download des Tests möglich?

Nein, der Artikel Zahnzusatzversicherung der Stiftung Warentest ist kostenpflichtig. Er kann aber hier auf der Website der Stiftung Warentest für 4,00 Euro heruntergeladen werden. Wer dort gleich 7,50 Euro investiert, bekommt neben dem kompletten Test die Möglichkeit, beliebig viele Auswertungen im Rahmen des Beitrags Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung durchführen.

zahnzusatzversicherung stiftung warentest

Testkritieren des Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung Test

Getestet wurden im Beitrag Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung insgesamt 234 Zahnzusatzversicherungs-Tarife für gesetzlich Versicherte. 30 Tarife deckten entweder nicht alle Leistungsbereiche ab, oder sie mussten kostenpflichtig hinzugebucht werden. Aufgrund dessen wurden dort zwar die vorhandenen Leistungsbereiche mit Teilnoten bewertet, diese Tarife erhielten aber keine Gesamtnote.

Das Bewertungssystem des Tests Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung  ist überaus komplex. Es gehorcht vereinfacht ausgedrückt folgenden Regeln: zunächst wurden drei Bonusstufen mit jeweils unterschiedlichen Zuzahlungshöhen festgelegt. Für alle drei Bonusstufen wurde dann ein Durchschnittswert ermittelt. Am Beispiel von vier exemplarischen Versorgungsvarianten wurden diese drei Durchschnittswerte dann für jeden Tarif einzeln durchkalkuliert. Die dabei gebotenen Leistungen der Versicherungen wurden wiederum in die nachfolgenden fünf Kategorien aufgeschlüsselt:

  1. Regelversorgung (10 Prozent)
    (Höhe und Prozentsatz des Erstattungsbetrags, den der Tarif bietet)
  2. Privatversorgung ohne Inlays und Implantate (40 Prozent)
    (Gebührensätze, Regelleistungen, Honorarerstattungen)
  3. Inlays (20 Prozent)
    (Material- und Laborkosten, Zahnarzthonorare)
  4. Implantatversorgung (20 Prozent)
    (Materialkosten, Zahnarzthonorar, Knochenaufbau und implantologische Leistungen)
  5. Jährliche Obergrenzen (10 Prozent)
    (Höhe und Begrenzung der Erstattungssummen)

Aus den Bewertungen der genannten fünf Unterkategorien errechnete sich schließlich die Endnote, und zwar gemäß ihrer jeweiligen, prozentualen Gewichtung (Angaben in Klammern).

Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherungen


Ohne Wartezeit: Warum bieten das so wenige Anbieter an?

Mit Wartezeiten verhindern die Versicherungsunternehmen, dass ihnen Kosten aufgebürdet werden, die bereits vor Versicherungsbeginn aufgelaufen oder zu erwarten waren. Aus diesem Grund sind Tarife mit sehr geringer oder gar keiner Wartezeit deutlich teurer als solche mit einer mehrmonatigen Wartezeit.

Dem Test Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung lässt sich entnehmen, dass nur die allerwenigsten Zahnzusatzversicherungstarife ohne Wartezeit auskommen. Die liegt stattdessen bei den meisten Versicherern zwischen zwei und acht Monaten. Während der Wartezeit übernimmt die Versicherung keine zahnärztlichen Kosten, also weder für Behandlungen noch für Zahnersatz. Bei einigen Tarifen gelten dafür jeweils unterschiedliche Wartezeiten wobei die Wartefrist bei Zahnersatz tendenziell länger ist.

Einige Tarife bieten jedoch einen erweiterten Versicherungsschutz für Zahnersatzbehandlungen, die bereits bis zu sechs Monate vor Versicherungsabschluss begonnen wurden. Bei solchen Verträgen sollte jedoch das Kleingedruckte genauestens beachtet werden, denn eine solche Leistung ist in der Regel an zahlreiche Einschränkungen und Voraussetzungen gebunden. Eine davon ist beispielsweise eine deutlich längere Vertragslaufzeit.


Hinweise: Implantate für fehlende Zähne, Kieferorthopädie für Erwachsene & Kinder

Implantate für fehlende Zähne: Wer gesetzlich krankenversichert ist, muss die Kosten für benötigte Zahnimplantate selber tragen. Einen gewissen Festzuschuss gewährt die gesetzliche Krankenversicherung lediglich bei Zahnersatz, welcher den Implantaten aufliegt. Eine gute Zahnzusatzversicherung übernimmt daher mindestens 90 Prozent der Implantatskosten.

Kieferorthopädie für Erwachsene: Selbst im Erwachsenenalter können kieferorthopädische Behandlungen oder eine Zahnspange notwendig werden, denn auch im Alter ändert sich noch die Zahnstellung. Leider gibt es nur wenige Zahnzusatzversicherungstarife, die kieferorthopädische Kosten in unbeschränkter Höhe bei Erwachsenen übernehmen.

Kieferorthopädie für Kinder: Bei Kindern schaut es besser aus. Die allermeisten Zahnzusatzpolicen übernehmen sämtliche Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung inklusive einer Zahnspange, und dies für Heranwachsende bis maximal 21 Jahre (je nach Versicherer). Voraussetzung dafür ist, dass nicht bereits vor Vertragsabschluss eine Behandlungsbedürftigkeit bestand.

Zahnreinigung: Wer darauf gesteigerten Wert legt, sollte zwei Aspekte vor Abschluß einer Zahnzusatzversicherung berücksichtigen: 1. Nicht alle Zahnzusatzversicherungen bezahlen eine Zahnreinigung. 2. Wenn diese Leistung angeboten wird, ist sie zumeist limitiert auf einen fixen Geldbetrag und/oder auf eine einzige Anwendung pro Jahr.

Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherung (1)


Beste Zahnzusatzversicherung: Unser Vergleichsrechner

Mit Hilfe des aktuellen Alters und einigen anderen Kriterien lassen sich die Tarife der großen Versicherungen recht gut vergleichen. Mit unserem Rechner können Sie die beste Zahnzusatzversicherung für Ihre Bedürfnisse finden. Wir weisen darauf hin, dass dieser Vergleichsrechner unabhängig vom Test der Stiftung Warentest ist und hier viele Anbieter mit dabei sind die von der Stiftung Warentest nicht getestet wurden.


Infos zu Ergo, DKV, Allianz, Debeka, Axa, Hanse Merkur & mehr

Ergo: Die Zahnzusatzversicherung des Düsseldorfer Versicherungskonzerns kostet abhängig vom Alter des Versicherten zwischen 22,40 Euro und 35 Euro monatlich. Der Tarif kommt ohne Wartezeiten aus und übernimmt sogar die Kosten bereits begonnener Zahnbehandlungen. Zahnbehandlungszuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen werden vom Ergo-Tarif auf bis zu 100 Prozent der Gesamtbehandlungskosten verdoppelt.

DKV: Als eine der größten privaten Krankenversicherungen Europas bietet die Deutsche Krankenversicherung mit Basis, Comfort und Premium gleich drei Zahnzusatzversicherungen an. Deren einzelne Leistungen (Zahnbehandlung & Zahnersatz) lassen sich nach dem Bausteinprinzip beliebig miteinander kombinieren. Dies resultiert in einer Monatsprämie, die irgendwo zwischen 4,19 Euro und 40,81 Euro liegt.

Allianz: Den Allianz-Zahnzusatzversicherungstarif gibt es in drei Varianten, die je nach Versichertenalter  zwischen 8,70 Euro und über 40 Euro monatlich kosten. Es gibt keine Wartezeiten, die Kosten für Zahnbehandlungen werden komplett, die für Zahnersatz aber nur mit bis zu 90 Prozent übernommen. Zudem werden (je nach Tarif) jährliche Zahnreinigungskosten von bis zu 120 Euro erstattet.

Debeka: Leicht zu merken: der Name der beiden Debeka-Zahnzusatzversicherungen steht für deren Leistungen: der Tarif EZ70 Plus ersetzt 70 Prozent der benötigten, neue Zähne, Implantate, Füllungen, Provisorien und Reparaturkosten, beim Tarif EZ50 sind es nur jeweils 50 Prozent. Letztgenannten Tarif gibt es ab ca. 12 Euro pro Monat, EZ70 Plus kostet in etwa das Doppelte.

AXA: Das französische Versicherungsunternehmen nennt ihre 3 Zahnversicherungstarife S, M und L. Bereits Erwachsene können sich hier ab etwa 7,50 Euro monatlich versichern. Hierfür bekommt man allerdings nur eine Festzuschussverdoppelung bei Zahnersatz nebst einer vierjährigen Leistungsbegrenzung. Der teuerste Tarif bietet zwar weit höhere Zuschüsse, ist aber dafür in etwa vier Mal so teuer.

HanseMerkur: Beim HanseMerkur Zahnversicherungstarif kann sich der Versicherte seinen Vertrag aus unterschiedlichen Tarifen und Optionen nach seinen Bedürfnissen selber zusammenstellen. 100 prozentige Zuzahlungen in allen Kategorien sowie Behandlungen auf Privatpatient-Niveau werden so ermöglicht – dafür bezahlt man dann aber auch stattliche 30 Euro monatlich.