Aus dem Auslandskrankenversicherung Vergleich der Stiftung Warentest geht hervor, dass sich das Preis/Leistungsverhältnis bei den allermeisten Policen im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich verbessert hat. Sie bieten bessere Leistungen bei niedrigeren Tarifen.

Selbst ein Wechsel von einem alten in einen neuen Tarif könnte also für viele Auslandskrankenversicherte vorteilhaft sein. Erhöhen aber die Anbieter ihre Leistungen, so steigen automatisch auch die Ansprüche ihrer Kundschaft. Was eine zeitgemäße Auslandskrankenversicherung heutzutage bieten muss, um das Werturteil „Sehr Gut“ zu bekommen ist Thema des nachfolgenden Beitrags.

Unser eigener Vergleichsrechner für die beste Auslandskrankenversicherung 

Testsieger des Auslandskrankenversicherung Vergleich der Stiftung Warentest

Geprüft wurden beim Auslandskrankenversicherung Vergleich der Stiftung Warentest insgesamt 92 Tarife von 43 Anbietern. Etwas mehr als die Hälfte waren Singletarife, bei den Anderen handelte es sich um Auslandskrankenversicherungen für Familien. Alle Testkandidaten waren weltweit – und  das für beliebig viele Urlaubsreisen im Jahr – gültig. Nur die maximale Reisedauer, in welcher der Versicherungsschutz galt war beschränkt, und zwar zumeist auf unter 60 Tage.

Testsieger der stiftung Warentest

Familientarif: In der Kategorie Familientarif teilten sich gleich drei Policen mit dem gleichen Punkteschnitt (0,7) und der gleichen Note „Sehr Gut“ die Spitzenposition. Die Anbieter waren:

  • HanseMerkur mit dem Tarif „JRV1“
  • TravelSecure / Würzburger  mit dem Tarif „TravelSecure-AR (ohne SB)“ (LINK ZUM ANBIETER)
  • Vigo grün versichert mit dem Tarif „ARN.Familie“

Singletarif: Ähnliches galt auch für die Singletarife. Hier bekamen ebenfalls drei Tarife ein „Sehr Gut“ und dies erneut bei einem exakt gleichen Notenschnitt (0,6). Die Anbieter waren:

  • DKV mit dem Tarif „ReiseMed Tarif RD“
  • Ergo mit dem Tarif „RD“
  • HanseMerkur mit dem Tarif „JRV“

Nur ein einziger Anbieter fiel bei dem Artikel Stiftung Warentest Auslandskrankenversicherung komplett durch und bekam die Note „Mangelhaft“. Grund dafür waren seine unzureichenden Leistungen insbesondere im Bereich Rücktransport. Die gingen zwar noch vor zwei Jahren als gut genug durch, entsprechen aber aus heutiger Sicht nicht mehr den gestiegenen Anforderungen einer Auslandskrankenversicherung. Um welchen Tarif es sich dabei handelt, darf hier aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden.

TIPP: Wir empfehlen den kompletten Test von der Stiftung Warentest zu kaufen damit man auch alle Bewertungen der anderen Anbieter und die Testergebnisse der Unterkategorien ansehen kann. Der Auslandskrankenversicherung Vergleich der Stiftung Warentest findet sich in der Finanztest Ausgabe 5/2019 sowie als 1,50 Euro teurer Download auf der Webseite der Stiftung Warentest: LINK.

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Der Auslandskrankenversicherung Vergleich der Stiftung Warentest erschien in der Zeitschrift Finanztest.

Getestet wurden ADAC, ARAG, Barmenia & weitere

Getestet wurden ausschließlich direkt und separat abschließbare Auslandskrankenversicherungstarife für Familien und Singles, bei denen der Versicherer auch keinen vorherigen Gesundheitscheck verlangt. „Direkt und separat“ bedeutet, dass diese Versicherungen beim Versicherer selbst  und nicht etwa über ein Reisebüro im Rahmen einer Pauschalreise abgeschlossen werden und dass die Auslandskrankenversicherung auch nicht Teil eines Versicherungspakets ist.

Diese Anbieter waren im Auslandskrankenversicherung Vergleich der Stiftung Warentest mit dabei:

  • ADAC
  • Allianz
  • ARAG
  • Barmenia
  • CosmosDirekt
  • Debeka
  • DKV
  • ERGO
  • HanseMerkur
  • Signal Iduna
  • und viele mehr

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So hat die Stiftung Warentest Auslandskrankenversicherungen getestet

Zunächst legte Finanztest die nachfolgenden fünf Kategorien fest und vergab für jede von ihnen eine Teilbewertung. Aus diesen wurde dann gemäß ihrer jeweiligen, prozentualen Gewichtung (Angaben in Klammern) die Endbenotung errechnet:

  1. Medizinische Leistungen (35 Prozent)
    Bewertet wurde hier vor Allem, für welche (zahn)medizinischen Leistungen der Versicherer aufkommt, respektive nicht aufkommt. Dazu gehört etwa der prozentuale Erstattungsbeitrag bei bestimmten Unfällen und Krankheiten auch im Fall von Vorerkrankungen.
  2. Allgemeine Bedingungen (25 Prozent)
    Wertungsrelevante Faktoren waren hier beispielsweise Selbstbehalte, Kündigungsfristen, die Kostenübernahme bei alternativen Behandlungsmethoden sowie die versicherte, maximale Reisedauer.
  3. Rücktransporte (25 Prozent)
    Hier wurde bewertet, inwieweit der Auslandskrankenversicherer die Rücktransportkosten für Kranke, Verletzte und auch Tote sowie für Kinder (etwa bei einer vor Ort zu behandelnden Erkrankung der Eltern) übernimmt.
  4. Transparenz der Vertragsbedingungen (10 Prozent)
    Viele Versicherer verstecken wichtige Einschränkungen wie etwa Risikoausschlüsse, Selbstkosten, Deckungsgrenzen oder die maximale Reisedauer gerne im Kleingedruckten. Versicherer, die klare und unmissverständliche Aussagen machten, schnitten in diesem Bereich gut ab.
  5. Leistungen, die durch das Urlaubsland selbst verursacht wurden (5 Prozent)
    Bewertet wurde bei dieser Kategorie, welche Leistung die Versicherung bietet, falls im Urlaubsland generelle Gründe entstehen, welche eine sofortige Abreise nahe legen. Dazu gehören etwa Pandemien, Naturkatastrophen, politische Unruhen oder Kriege.

Langzeit Auslandskrankenversicherung: Wichtige Hinweise

Üblicherweise übernimmt eine „normale“ Auslandskrankenversicherung nur die krankheitsbedingten Kosten bei Auslandsaufenthalten von einer maximal sechs- bis achtwöchigen Dauer. Solange der Versicherte binnen dieser Frist nach Deutschland zurückkehrt, ist auch ein erneuter Auslandsaufenthalt wieder versichert. Anders schaut es bei ununterbrochenen Langzeit-Aufenthalten aus. Dies betrifft vor Allem

  • Auslandssemester
  • Austauschschüler
  • berufliche Auslandstätigkeit
  • Au Pair Tätigkeit
  • Zeitlich unbeschränkter Backpacker-Urlaub

Für diese Personengruppen empfiehlt sich der Abschluss einer Langzeit Auslandskrankenversicherung. Die wird gleich pauschal für ein, zwei oder maximal fünf Jahre abgeschlossen. Je länger die Vertragslaufzeit, desto teurer ist sie pro Tag. So kostet etwa eine Langzeit Auslandskrankenversicherung mit einer Laufzeit von einem Jahr eine Person im erwerbsfähigem Alter rund ein bis zwei Euro pro Tag.

Schließt man aber gleich einen fünf-Jahres-Vertrag ab, so verdoppelt sich diese Tagesprämie. Dafür sind bei Langzeit-Auslandskrankenversicherungen meistens auch Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung enthalten. Für hochbetagte Senioren wird es etwas teurer sowie vor Allem ungleich schwieriger, überhaupt eine Langzeit Auslandskrankenversicherung zu bekommen, denn viele Versicherungen bieten für diese Altersgruppe gar keine Police an. Die Stiftung Warentest hat einen extra Test zum Thema Auslandskrankenversicherung für lange Reisen: LINK


Krankenversicherung für Work and Travel

Im Auslandskrankenversicherung Vergleich der Stiftung Warentest wird auf das Thema Work and Travel nicht eingegangen. Bei „Work and Travel“ – einer insbesondere bei Schülern und Studenten zunehmend beliebten Mixtur aus Urlaub und Arbeit – verdient sich der Reisende sein Urlaubsgeld durch kürzere Gelegenheitsjobs, während er in den Reiseländern unterwegs ist um dabei zugleich auch Land und Leute kennenzulernen.

Vor Allem ferne Länder wie Australien, Neuseeland, Kanada und die USA sind bei Work and Travel-Fans äußerst beliebt. Leider sind ausgerechnet dort die medizinischen Behandlungskosten exorbitant hoch. Gleiches gilt aufgrund der Entfernung auch für aus medizinischer Sicht notwendige Rücktransporte. Ein solcher kostet beispielsweise von Australien nach Deutschland aufgrund des notwendigen Begleitpersonals über 100.000 Euro.

Krankenversicherung für Work and Travel

Ein empfehlenswerter Work and Travel-Auslandskrankenversicherungs-Tarif sollte daher die Kosten für vor Ort durchgeführte, notwendige ambulante und stationäre Behandlungen und Operationen komplett übernehmen und auch medizinisch gebotene Rücktransporte in voller Höhe bezahlen. Außerdem bezahlt eine gute Work and Travel-Versicherung die medizinischen Leistungen unbürokratisch und direkt vor Ort, so dass der Versicherte keine Vorauszahlungen leisten muss, die er erst nach Monaten von der Versicherung zurückerstattet bekommt.

Zwar bieten nur wenige Versicherer einen expliziten „Work-and-Travel“-Tarif an – zumal dies kein offizieller Begriff im Versicherungswesen ist – aber wenn die oben genannten Bedingungen auf den Tarif zutreffen, lässt sich der durchaus auch als Work-and-Travel-Police bezeichnen.


Studenten im Auslandspraktikum: Wie versichern?

Hier muss man zwischen zwei Ländergruppen unterscheiden:

  1. Länder der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
    Mit all diesen Ländern bestehen Sozialversicherungsabkommen. Dies hat zur Folge, dass Deutsche in allen EU- und EWR-Ländern Anspruch auf die gleichen medizinischen Leistungen haben wie die einheimische Bevölkerung.  So zahlt beispielsweise die spanische Krankenversicherung keine zahnärztlichen Behandlungen und es gibt auch keinen Anspruch auf einen Rücktransport. Ob ein deutscher Student also eine Auslandskrankenversicherung abschliessen sollte, hängt von seinen Ansprüchen sowie den gesetzlichen Regelungen seines Gastlandes ab.
  2. Alle anderen Länder (sogenannte Drittländer)
    Mit Drittländern existiert kein entsprechendes Sozialversicherungsabkommen. Dazu gehören insbesondere die USA, Kanada und Australien. Dort durchgeführte, medizinische Leistungen werden daher von den deutschen Krankenkassen nicht übernommen. Einzige Ausnahme davon sind Behandlungen, die aus medizinischer Sicht nur in diesem Land möglich sind. Gesetzlich versicherte Studenten, die ein Auslandspraktikum in einem Drittland absolvieren, sollten daher unbedingt eine Auslandskrankenversicherung mit einer ausreichend langen Vertragslaufzeit abschließen.

Beste Auslandskrankenversicherung: Unser Vergleichsrechner

Mit Hilfe einiger weniger Kriterien lassen sich die Tarife der großen Versicherungen recht gut vergleichen. Mit unserem Rechner können Sie die beste Auslandskrankenversicherung für Ihre Bedürfnisse finden. Wir weisen darauf hin, dass dieser Vergleichsrechner unabhängig vom Test der Stiftung Warentest ist und hier viele Anbieter mit dabei sind die von der Stiftung Warentest nicht getestet wurden.


Infos zu ADAC, HUK, Allianz, DKV, Debeka, Hanse Merkur & Envivas

ADAC: Die Auslandskrankenversicherung des Automobilclubs kostet günstigstenfalls 13,90 Jahresprämie für ADAC-Plus-Mitglieder. Dieser Basis-Tarif übernimmt medizinisch notwendige Heilbehandlungen im Ausland und einen Krankenrücktransport. Nicht-Mitglieder bezahlen dafür 16,90 Euro. Wer einen Auslands-Unfallschutz sowie einen Patientenrechtsschutz hinzubucht, bezahlt ab 32, 90 Euro jährlich.

HUK: Nur 9,70 Euro jährlich bezahlt eine Einzelperson für die HUK-Auslandskrankenversicherung. Familien dagegen kostet dieser Tarif 24,90 Euro pro Jahr. Allerdings darf eine ununterbrochene Reise nicht länger als 56 Tage dauern. Sehr praktisch: Die HUK unterhält eine Hotline, die dem im Ausland erkrankten Versicherten die Adressen von englisch- und deutschsprachigen Ärzten nennt, die in seiner Nähe praktizieren.

Allianz: Versicherte bekommen hier eine Auslandskrankenversicherungs-Notfallkarte. Die bezahlt die allermeisten medizinischen Behandlungen direkt vor Ort. Der Versicherte muss also kein Geld vorstrecken, um es sich hinterher von der Versicherung zurückzuholen. Sowohl das Versicheren einzelner Reisen als auch Jahresverträge sind möglich. Das Versichern einer Einzelreise kostet ab etwa 15 Euro, einen Jahresvertrag gibt es ab 20 Euro.

DKV: Die DKV wirbt damit, dass sie aus dem Auslandskrankenversicherung Vergleich der Stiftung Warentest als Testsieger mit der Bewertung Sehr Gut (Notenschnitt: 0,6) hervorging. Den Singletarif gibt es ab 9,90 Euro Jahresprämie, Familien bezahlen exakt das Doppelte. Versichert sind beliebig viele Auslandsreisen, keine davon darf allerdings länger als acht Wochen dauern.

Debeka: Die Debeka bietet Personen, die das vierzigste Lebensjahr noch nicht vollendet haben einen Auslandskrankenversicherungsschutz für die ersten 70 Tage jeder Reise, und das bereits ab acht Euro pro Jahr. Im Tarif enthalten sind sogar zahnärztliche Leistungen wie etwa Füllungen, Prothesen-Reparaturen und schmerzstillende Behandlungen. Dieser Versicherungsschutz gilt weltweit für alle Länder, in denen der Versicherte keinen Wohnsitz hat.

HanseMerkur: Bei der HanseMerkur kann man sich sowohl für eine einmalige Kurzreise, als auch für ein ganzes Jahr versichern. Die Kurzreisen-Variante kostet bei einem viertägigem Auslandsaufenthalt  ab 10 Euro. Bei zehn Tagen steigt dieser Tarif bereits auf rund 25 Euro, so dass in diesem Fall ein Jahresvertrag günstiger kommt. Den gibt es nämlich bereits ab 17 Euro für maximale 56 Tage ununterbrochenen Auslandsaufenthalt.

Envivas: Der  zur Central KV gehörende Versicherer bietet Auslandskrankenversicherungen sowohl für Kurzreisende als auch für Langzeitreisende, und das ab 11,90 Euro Jahresprämie. Bei Langzeitreisen (etwa ein Jahr USA) steigt der Jahresbeitrag allerdings auf vierstellige Höhen.  Versicherte der Techniker KK haben Glück: sie können diese mit einer Envivas-Auslandskrankenversicherung preisgünstig erweitern.


Hinweise zu USA, Russland & Australien

USA: Medizinische Behandlungskosten sind in den USA enorm hoch. Anders als etwa in den EU-Staaten übernimmt keine gesetzliche deutsche Krankenversicherung diese Kosten. Daher wird eine Auslandskrankenversicherung allen USA-Reisenden dringend empfohlen. Tipp: Ein Reiseversicherungspaket kommt auch nicht viel teurer und enthält viele nützliche Zusatzleistungen für Reisende wie etwa eine Reiseabbruchversicherung.

Russland: Wer nach Russland reisen möchte benötigt ein Visum. Ein solches Visum bekommt aber nur, wer eine anerkannte und gültige Auslandskrankenversicherung vorweisen kann. Die normale gesetzliche Krankenversicherung genügt hier nicht, denn sie übernimmt auch keinerlei Kosten für medizinische Behandlungen in Russland. Folglich ist eine Auslandskrankenversicherung für jeden Russland-Touristen zwingend erforderlich.

Australien: Der medizinische Standard in Australien entspricht in etwa dem mitteleuropäischen – nur sind alle medizinischen und zahnmedizinischen Behandlungen in Australien deutlich teurer. Dies gilt auch und gerade für medizinisch notwendige Rücktransporte. Da die gesetzlichen Krankenkassen in Australien keine Kosten übernehmen, kann eine Auslandskrankenversicherung erkrankte oder verletzte Australien-Reisende vor dem Ruin bewahren.

Auslandskrankenversicherung Vergleich (1)


Hinweise für Rentner / Senioren, Kinder & Studenten

Rentner / Senioren: Senioren zahlen etwas mehr für eine Auslandskrankenversicherung als jüngere Leute. Je nach Versicherer beträgt der Unterschied zu Berufstätigen oder Minderjährigen nur wenige Euro bis hin zu einer verdoppelten Prämie. Bei vielen Policen gibt es auch Altersgrenzen. Versichert werden oftmals nur Personen bis 60, 70 oder 75 Jahren. Wer über 80 Jahre alt ist, hat wenig Chancen auf eine Auslandskrankenversicherung.

Kinder: Kinder lassen sich im Rahmen von Familienversicherungen mitversichern. Aber Achtung: Bei vielen Policen gilt dies nur für maximal zwei oder drei Kinder sowie unter der Voraussetzung, dass die Kinder noch minderjährig sind und kein eigenes Einkommen erzielen. Sinnvoll ist bei Alleine oder auch im Familienverbund verreisenden Kindern, dass die Versicherung Rücktransporte sowie (im Idealfall) Reiseabbruchkosten bezahlt.

Studenten: Studenten, Schüler, Au Pairs und Absolventen eines Auslandspraktikums erhalten bei vielen Versicherungen besonders preisgünstige Sondertarife. Je nach Länge des Auslandsaufenthalts kann sich hier eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung oder eine „Work and Travel“-Krankenversicherung als nützlich erweisen, die sich vor Reiseantritt pauschal für die gesamte, geplante Dauer des Auslandsaufenthalts abschließen lässt.

Unterschiede bei einer Reise für 3 Monate, 6 Monate und 1 Jahr

3 Monate: Versicherungstechnisch ist eine Reisedauer von drei Monaten verhältnismäßig ungünstig, denn viele, günstige Auslandskrankenversicherungen haften nur bei Reisen mit einer maximal zweimonatigen Dauer. Auch ist es bei den meisten Versicherern deutlich günstiger, gleich einen Jahresvertrag abzuschließen als eine 90 tägige Einzelreise. Tipp: Bei Anbietern wie dem ADAC lässt sich eine Auslandskrankenversicherung monategenau abschließen.

6 Monate: Seltsamer Weise steigen die Tarife bei längerem Aufenthaltsaufenthalt exponentiell. So kostet eine 6 Monats-Police im Schnitt nicht doppelt, sondern gleich vier mal so viel wie die für eine dreimonatige Reise. Allerdings gibt es hier enorme Preisunterschiede je nach Versicherungsunternehmer, Alter, Berufsstand des Versicherten und Zielort. Ein genauer Vergleich der jeweils gebotenen Konditionen lohnt sich also hier ganz besonders.

1 Jahr: Für einen Auslandsaufenthalt von einem Jahr oder noch länger empfiehlt sich der Abschluss einer Langzeit-Auslandskrankenversicherung. Diese kann vor Reisebeginn für bis zu fünf Jahre abgeschlossen werden. Für Studenten, Au Pair oder Austauschschüler gibt es übrigens besonders preisgünstige Langzeit-Tarife – ideal etwa für ein Auslandspraktikum, ein Auslandssemester oder den ausgedehnten Backpacking-Urlaub eines Globetrotters.